Rekordreihe setzt sich fort: Mildester Winter seit Aufzeichnungsbeginn

Die Rekordreihe will einfach nicht aufhören: Die letzten sechs Monate seit September 2006 sind im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten allesamt erheblich zu warm ausgefallen. Die größten positiven Abweichungen der Monatsmitteltemperatur brachten September (+4,2 K) und Oktober 2006 (+3,6 K) sowie Januar 2007 (+3,9 K). Der September 2006 war außerdem der bisher wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Der Februar 2007 kommt übrigens auf ein Mittel von 6,1 °C (+3,0 K).

Die Folgen der insgesamt deutlich zu milden Witterung:
— Der Herbst 2006 (meteorologisch gesehen die Monate September, Oktober und November) war mit einem Temperaturmittel von 14,0 °C (langjähriges Mittel: 10,4 °C) der bisher wärmste Herbst seit Aufzeichnungsbeginn in Bocholt im Jahre 1945 und nach Aufzeichnungen des niederländischen Wetterdienstes der bisher wärmste Herbst seit mindestens 300 Jahren (Klimareihe De Bilt). Die bisherige Rekordwert aus dem Jahre 1982 (12,1 °C) wurde somit massiv (!) übertroffen.
>>> siehe auch Bericht des niederländischen Wetterdienstes KNMI hier

— Der Winter 2006/2007 (meteorologisch gesehen die Monate Dezember, Januar und Februar) war mit einem Temperaturmittel von 6,3 °C der bisher mildeste Winter seit Aufzeichnungsbeginn in Bocholt im Jahre 1945 und nach Aufzeichnungen des niederländischen Wetterdienstes der bisher mildeste Winter seit mindestens 300 Jahren (Klimareihe De Bilt). Der bisherige Rekordwert vom Winter 1989/1990 (6,0 °C) wurde um 0,3 K übertroffen.
>>> siehe auch Bericht des niederländischen Wetterdienstes KNMI hier

Mildes Karnevalswetter

Hochdruckeinfluss mit einer südöstlichen Strömung hat uns am Freitag und Samstag milde Temperaturen gebracht. Am Freitag, 16. Februar, bei einem Tagestemperaturmaximum von 14,6 °C ein Luftfeuchte-Minimum von 36 % registriert werden. Am Samstag wurden ebenfalls milde 12,3 °C erreicht, allerdings zogen sehr viele Schleierwolken durch, die höhere Werte verhinderten.

Am Sonntag und Rosenmontag dreht der Wind und so müssen wir insbesondere vormittags Hochnebel rechnen, am Nachmittag ist aber auch etwas Sonne möglich, die Temperaturen bleiben voraussichtlich im einstelligen Bereich.

Schneefälle

Einen kurzen weißen Wintereinbruch gab es am gestrigen Donnerstag (08.02.). Am Mittag und frühen Nachmittag zogen in Verbindung mit einer Warmfront teils starke Schneefälle über die Region. Am Nachmittag lagen 8 cm Schnee in Bocholt, die jedoch rasch wieder tauten, als mildere Luft einfloss. Es fielen insgesamt 10,7 mm, davon 7,9 mm als Schnee (aufgetaue Wassermenge).

Quelle: 1 – 11: Private Wetterstation Bocholt / 12 – 18: Wolfgang Tembrink, Bocholt

Orkantief „Kyrill“ über Bocholt: Orkanartige Spitzenböen

In Bocholt ca. 110-115 km/h – entspricht Windstärke 11 („orkanartiger Sturm“). (Spitzenwert DWD-Station Ahaus: 107 km/h)

„Kyrill“ war damit der stärkste Sturm seit „Jeanett“ (27.10.2002), also seit rund 4 1/2 Jahren. Damals gab es ebenfalls Spitzenböen von 115 km/h (oberer Bereich Windstärke 11) über Bocholt.

Ergiebige Niederschläge:
12 h-Niederschlag 18.01.2007, 6.00-18.00 Uhr: 29,1 mm
18 h-Niederschlag 18.01.2007, 0.00-18.00 Uhr: 31,8 mm
24 h-Niederschlag 18.01.2007, 6.00 Uhr, bis 19.01.2007, 6.00 Uhr: 31,3 mm
30 h-Niederschlag 18.01.2007, 0.00 Uhr, bis 19.01.2007, 6.00 Uhr: 34,0 mm