Rückblick Sommer 2026: Neue Hitzerekorde

Der Sommer 2026, der meteorologisch gesehen den Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August umfasst, brachte auch an der Station in Bocholt neue Rekorde: Seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1946 wurden noch nie so viele heiße (ab 30 °C) und sehr heiße Tage (ab 35 °C) verzeichnet.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 20,21 °C geht der Sommer 2026 an der Station Bocholt nicht als Rekordsommer in die Statistik ein – der Sommer 2018 liegt weiterhin hauchdünn vorne (20,26 °C). An manchen Stationen im Umkreis liegt der Sommer 2026 jedoch vorne – je nach mikroklimatischen Standortbedingungen fallen die Bilanzen unterschiedlich aus. Der Sommer 2018 war vor allem im Juli noch sonnenscheinreicher – und eine höhere Sonnenscheindauer bedeutet ein überproportionales Wärmeplus an der städtisch gelegenen Station Bocholt aufgrund nächtlicher Wärmeinseleffekte (Stadtklima).

In der Statistik der Station Bocholt ist es der erste Sommer, in dem alle drei Sommermonate eine Durchschnittstemperatur von mindestens 20 °C aufwiesen. Nachdem der Juni eher kühl begann, gab es in der zweiten Junihälfte eine historische Hitzewelle mit einem Spitzenwert von 39,3 °C (26.). Der Juni-Rekord von 36,2 °C (25.06.2019) wurde damit deutlich übertroffen. Weitere Hitzewellen oder heiße Phasen gab es Mitte Juli, um den Monatswechsel Juli/August und Mitte August, als mit 36,6 °C ein neuer Rekord für die 2. August-Dekade aufgestellt wurde (bisher: 36,1 °C am 19.08.2012). Kühle Phasen mit Höchstwerten unter 20 °C traten im Juli und August nicht auf – um den 20. Juli herum und in der zweiten Augusthälfte war es aber nur mäßig warm.

Deutliche Rekorde gab es bei den Hitzeparametern: Es wurden 23 heiße Tage (ab 30 °C) registriert, der bisherige Uralt-Rekord von 20 Tagen aus dem Jahr 1947 wurde damit übertroffen (2022: 18 Tage, 2019 und 2018: 17 Tage). Außerdem stieg das Thermometer gleich an 8 Tagen auf 35 °C oder mehr – ein so hohe Zahl wurde noch nie erreicht: Die Sommer 2018 und 2019 wiesen 4 solcher sehr heißen Tage auf, alle anderen Sommer maximal 1-2.

Dazu war der Sommer 2026 insgesamt sehr trocken: Mit 131,8 mm fiel nur etwas mehr als die Hälfte (58 %) des langjährigen Mittels an Niederschlag. Damit gehört der Sommer zu den 10 trockensten Sommern seit 1901. Besonders trocken war der Juli, der mit nur 11,6 mm als der trockenste Juli seit 1901 in die Bocholter Niederschlagsreihe eingeht. Im Juli wurde kein einziger Gewittertag registriert, was zum letzten Mal im Juli 1990 beobachtet wurde.

Rückblick Juli 2026: Leicht zu warm und extrem trocken

Der Juli 2026 geht als ein warmer Hochsommermonat in die Statistik ein, der aber das extrem hohe Temperaturniveau der zweiten Junihälfte nicht mehr erreichte. Dazu fiel der Monat vor allem durch seine außergewöhnliche Trockenheit auf.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 20,43 °C lag der Juli um 1,17 K über dem langjährigen Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020 (19,27 °C). Es wurden 19 Sommertage (ab 25 °C) und 6 heiße Tage (ab 30 °C) registriert (Mittel 1991-2020: 12 Sommertage und 3-4 heiße Tage).

Der Temperaturverlauf gestaltete sich wie folgt: Nach einem durchschnittlichen Start mit Tageshöchstwerten mal über, mal unter der Sommertagsmarke von 25 °C folgte ab dem 6. Juli wieder eine sommerlich warme, ab dem 10. hochsommerliche Phase, die am 13. Juli in einem Tageshöchstwert von 31,8 °C ihren ersten Höhepunkt erreichte.

Ausgerechnet zu Ferienbeginn am 18. kühlte es merklich ab: Zwischen dem 18. und 24. Juli lagen die Tagesmitteltemperaturen durchgehend unter dem langjährigen Mittel. In diesen Abschnitt fiel auch die tiefste Lufttemperatur des Monats mit 9,4 °C am 21. Juli. Zum Monatsende drehte die Witterung erneut auf sommerlich-warm. Am 29. Juli wurde die höchste Lufttemperatur des Monats mit 35,3 °C registriert.

Der im Wesentlichen nicht vorhandene Niederschlag war das prägende Merkmal des Monats. Mit einer Monatsniederschlagssumme von nur 11,6 mm wurde das langjährige Mittel von 77,1 mm dramatisch verfehlt; dies entspricht einem Defizit von 65 mm bzw. einer Erfüllung von lediglich 15 %. Der Juli 2026 stellt damit den trockensten Juli-Monat der Bocholter Messreihe (ab 1901) überhaupt dar, knapp vor 1982 (12,8 mm).

Der niederschlagsreichste Tag war der 30. mit 6,0 mm, an den übrigen registrierten Regentagen fielen jeweils nur Tropfen bis wenige Zehntelmillimeter. Über weite Strecken des Monats – wie zwischen dem 6. und 17. Juli – blieb es vollständig niederschlagsfrei, was in Kombination mit der überdurchschnittlichen Wärme die Trockenheit weiter verschärfte.

Ein weiteres Novum: Der Juli 2026 wies keinen einzigen Gewittertag auf – das ist in diesem Sommermonat zuletzt vermutlich im 1990 vorgekommen.

Rekordsommer ante portas?

Der Sommer 2026 scheint auf dem Weg zu einem der heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Bocholt zu sein. Bereits im Mai wurden an der Messstation Bocholt 3 heiße Tage (Tageshöchsttemperatur ≥ 30,0 °C) registriert. Im Juni folgte dann eine außergewöhnliche Hitzewelle mit 10 heißen Tagen nahezu in Folge.

Ab dem 10. Juli deuten die aktuellen Wettermodelle erneut auf eine Zufuhr sehr warmer bis heißer Luft aus Südwesten hin. Nach heutigem Stand zeichnet sich eine mehrtägige Hitzewelle mit mindestens fünf weiteren heißen Tagen ab. Temperaturen von über 35 °C werden derzeit zwar eher nicht erwartet, dennoch könnte die Zahl der Hitzetage bereits zur Monatsmitte auf Werte ansteigen, die den bisherigen Jahresrekorden sehr nahekommen.

Die bisherigen Spitzenreiter sind 1947 mit 22 heißen Tagen und 2022 mit 20 heißen Tagen. Ein neuer Rekord bei der Anzahl heißer Tage erscheint damit nach aktuellem Stand nicht nur möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich, denn die klimatologisch wärmste Phase des Jahres – Ende Juli bis Anfang August – steht noch bevor. Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich die derzeitigen Modellprognosen in den kommenden Tagen bestätigen.

ECMWF-Modell 05.07.26, 18 UTC

Rückblick Juni 2026: Extreme Hitze in der zweiten Monatshälfte – drittwärmster Juni nach 2023 und 2019

Der Juni 2026 war in Bocholt deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 20,17 °C lag der Monat 2,93 K über dem langjährigen Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020 (17,24 °C). Damit zählt der Juni 2026 nach 2023 (20,49 °C) und 2019 (20,30 °C) zum drittwärmsten Juni-Monat der Messreihe.

Der Monatsverlauf zeigte zwei klar voneinander getrennte Abschnitte. Die erste Monatshälfte verlief überwiegend etwas zu kühl bis durchschnittlich. Besonders zwischen dem 9. und 15. Juni lagen die Tagesmitteltemperaturen meist unter dem langjährigen Mittel. Am 10. und 11. Juni wurde dabei die tiefste Lufttemperatur mit 9,3 °C gemessen.

Ab dem 16. Juni stellte sich die Wetterlage grundlegend um. Es folgte eine lang anhaltende sehr warme bis heiße Witterungsphase, während der die Tagesmitteltemperaturen durchgehend deutlich über den klimatologischen Vergleichswerten lagen. Ihren Höhepunkt erreichte die Wärme am 26. Juni mit einem außergewöhnlich hohen Tagesmittel von 30,9 °C. An diesem Tag wurde mit 39,3 °C die höchste Lufttemperatur des Monats und die höchste Temperatur in einem Juni überhaupt gemessen (bisher: 35,9 °C am 25.06.2019). Auch der 27. Juni verlief mit einem Tagesmittel von 30,3 °C und einem Tagesmaximum von 36,4 °C außergewöhnlich warm. Erst in den letzten drei Monatstagen kühlte es wieder etwas ab, die Tagesmittel lagen jedoch weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt.

Auffällig war daher auch die große Zahl sommerlicher Temperaturkenntage. Insgesamt wurden 14 Sommertage mit Höchsttemperaturen von mindestens 25,0 °C registriert (langjähriges Mittel 1991–2020: 7–8 Tage). Davon waren 10 heiße Tage mit mindestens 30,0 °C (langjähriges Mittel: 1–2 Tage). An 4 sehr heißen Tagen wurde sogar die Marke von 35 °C überschritten, was bisher im Juni seit Messbeginn insgesamt an nur 5 Tagen insgesamt passierte!

Mit einer Monatsniederschlagssumme von 58,3 mm blieb der Niederschlag im Juni 2026 um 10,3 mm bzw. 15 % unter dem langjährigen Mittel 1991–2020 (68,6 mm). Der Großteil des Niederschlags fiel bereits in der ersten Monatshälfte, wobei der 11. Juni mit 10,6 mm der niederschlagsreichste Tag des Monats war. Anschließend folgte eine längere Trockenphase, sodass bis zum Monatsende nur 85 % des klimatologischen Durchschnitts erreicht wurden.

Trotz der insgesamt unterdurchschnittlichen Niederschlagsmenge wurden 8 Gewittertage registriert und damit deutlich mehr als im langjährigen Mittel (1991–2020: 4–5 Tage). Die Gewitter brachten den Niederschlag lokal begrenzt in Form kurzer, teils auch kräftiger Schauer, konnten das Niederschlagsdefizit aufgrund der örtlichen Begrenztheit nicht ausgleichen.

Extreme Hitzewelle Ende Juni: 39,3 °C

Temperaturen der privaten Wetterstation Bocholt (Stadt)

DatumTagesminimumTagesmaximum
18.06.2026, Do17,9 °C um 03.58 Uhr31,8 °C um 18.20 Uhr
19.06.2026, Fr19,0 °C um 05.51 Uhr35,1 °C um 17.22 Uhr
20.06.2026, Sa20,0 °C um 04.52 Uhr32,3 °C um 14.58 Uhr
21.06.2026, So19,2 °C um 05.54 Uhr30,6 °C um 15.59 Uhr
22.06.2026, Mo17,0 °C um 05.53 Uhr29,9 °C um 17.12 Uhr
23.06.2026, Di15,4 °C um 05.35 Uhr30,1 °C um 18.08 Uhr
24.06.2026, Mi18,7 °C um 03.43 Uhr35,6 °C um 16.59 Uhr
25.06.2026, Do21,6 °C um 04.45 Uhr34,4 °C um 16.28 Uhr
26.06.2026, Fr22,0 °C um 05.29 Uhr39,3 °C um 17.28 Uhr
heißester Juni-Tag seit 1947
2. heißester Tag seit 1947
27.06.2026, Sa24,7 °C um 05.46 Uhr36,4 °C um 18.19 Uhr
28.06.2026, So21,6 °C um 06.51 Uhr31,7 °C um 15.41 Uhr

Am 26.06.2026 sind ca. 39 °C zu erwarten und damit ein neuer Rekord für den heißesten Juni-Tag seit Aufzeichnungsbeginn (aktueller Rekord: 35,9 °C am 25.06.2019).

Die absolut heißesten Tage seit 1947 waren:
Platz 1: 25.07.2019: 40,1 °C
Platz 2: 19.07.2022: 38,6 °C
Platz 3: 02.07.2015 und 24.07.2019: 38,4 °C
Platz 5: 26.07.2019 und 02.07.2025: 37,6 °C

Rückblick Mai 2026: Eisheilige und heißes Monatsende

Der Mai 2026 verlief mit einer Monatsmitteltemperatur von 14,9 °C leicht wärmer (+0,6 K) und mit einer Monatsniederschlagssumme von 94,4 mm deutlich nasser (158 %) als im langjährigen Mittel 1991-2020.

Der Mai 2026 brachte zu Monatsbeginn die ersten Sommertage (ab 25 °C) des Jahres. Ab dem 4./5. erfolgte mit ergiebigen Regenfällen (rund 35 mm) der Übergang zu einer kühleren, leicht unbeständigen Witterungsphase. Die kühlsten Tage fielen genau auf die Eisheiligen (11.-15.), am 15. wurden mit 2,3 °C das Monatsminimum und nochmals leichter Bodenfrost registriert.

In der letzten Monatsdekade stellten sich schließlich sommerliche, teilweise hochsommerliche Temperaturen ein. Es wurden bereits 3 heiße Tage verzeichnet und am 29. mit 32,9 °C auch der zweitheißeste Mai-Tag überhaupt nach dem 29.05.2017 (33,1 °C). Diese kurze Hitzephase wurde am 29. mit einem intensiven Hagelgewitter (mit rund 2 cm großem Hagel) beendet.

Aufgrund der längeren kühleren Phase in der ersten Monatshälfte und den ausgeprägten Eisheiligen fällt der Mai nur leicht wärmer als im Klimamittel aus. Mit insgesamt 11 Sommertagen und 3 heißen Tagen liegt der Monat fast auf dem Niveau der Hochsommermonate Juli und August.

Rückblick April 2026: Deutlich zu trocken – Temperaturen insgesamt leicht über dem Durchschnitt

Der April 2026 verlief in Bocholt insgesamt leicht wärmer als im langjährigen Mittel. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 10,87 °C lag der Monat 0,36 K über dem Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020 (10,51 °C).

Prägend für den Witterungscharakter des Monats waren anhaltende Hochdrucklagen. Sie sorgten für viel Sonnenschein, trockene Festlandsluft und häufig große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Während die Tage oftmals relativ mild verliefen, kühlte es in den klaren Nächten regelmäßig deutlich ab. Zwar wurde nur am Monatsersten nochmals geringer Luftfrost (−0,5 °C) gemessen, doch an 11 Tagen wurden noch Bodenfröste verzeichnet.

Die Temperaturkurve pendelte im Monatsverlauf mal leicht über, mal leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Auf eine überwiegend relativ milde Phase vom 7. bis zum 18. April − die höchste Temperatur wurde am 11. April mit 21,1 °C gemessen − folgte eine kühle Periode vom 20. bis 27. April. Die Temperaturen blieben aber ein gutes Stück sowohl von neuen Höchstwerten als auch von neuen Tiefstwerten entfernt.

Mit 16,5 mm Niederschlag fiel der April ausgesprochen trocken aus. Gegenüber dem langjährigen Mittel von 41,5 mm (1991–2020) fehlten 25,0 mm, sodass lediglich 39,7 % des klimatologischen Durchschnitts erreicht wurden. Die lang anhaltenden Hochdruckgebiete verhinderten über weite Strecken die Bildung ergiebiger Niederschlagsgebiete. Der meiste Regen fiel am 11. April mit 10,6 mm, während die zweite Monatshälfte nahezu niederschlagsfrei blieb.

Rückblick Januar 2026: Recht kalter und schneereicher Januar

Der Januar 2026 brachte deutschlandweit – so auch unserer Region – überwiegend Winterwetter. Insgesamt gesehen lag der Monat aber im normalen Bereich klimatologischer Schwankungen. Von einem außergewöhnlichen Wintermonat kann in unserer Region keine Rede sein.

Die Monatsmitteltemperatur lag mit 2,1 °C zwar um 1,1 K unter dem langjährigen Mittelwert 1991-2020 (3,2 °C), aber exakt auf dem Niveau des Mittels 1961-1990. Vor diesem Hintergrund ist der Januar eher als durchschnittlich denn als besonders kalt einzuordnen, zumal vergleichbare Temperaturverläufe in früheren Jahrzehnten in unserer Region durchaus typisch waren. Die Temperaturkurve verlief über weite Strecken leicht, am 10./11. kurzzeitig deutlich unter dem langjährigen Mittel. Um die Monatsmitte trat eine kurze sehr milde Phase auf.

Nach einer kurzen milden Phase zum Jahreswechsel setzte sich in den ersten Januartagen wieder eine mäßig kalte Luftmasse durch, sodass es zu leichten Frösten kam. Deutlich kältere arktische Luftmassen wurden dann am 10./11. Januar herangeführt. In der Nacht auf den 11. sank das Thermometer rasch in den deutlichen Minusbereich, in den Frühstunden wurden -9,2 °C registriert. So schnell wie die Kaltluft kam, wurde sie ab dem 12. wieder ausgeräumt, und am 13. wurden zweistellige Plusgrade gemessen. Diese milde Phase fand am 17. mit 11,9 °C ihren Höhepunkt. Ab dem 18. gingen die Werte wieder zurück auf ein zunächst etwa durchschnittliches, ab dem 24. leicht unterdurchschnittliches Niveau.

Es wurden ein Eistag (Mittel 1991-2020: 3), 19 Frosttage (Mittel: 12) und 25 Bodenfrosttage registriert.

Die Niederschlagssumme betrug 65,2 mm und damit rund 90 % des langjährigen Mittelwerts 1991-2020 (72,9 mm). Der Januar ist damit als in etwa durchschnittlich nass einzuordnen. Außergewöhnlich war, dass auch in unserer Region diesmal ein Großteil der Niederschlags als Schneeregen oder Schnee fiel – und über längere Zeit eine Schneedecke lag.

So fielen vom 2. bis zum 11. Januar die Niederschläge überwiegen in der festen Form – meist als Schnee. Vom 2. bis zum 12. lag – mit Ausnahme des 9. – eine Schneedecke, am 7. und 8. Januar bis zu 8 cm. Mit der Milderung ab dem 12. gingen die Niederschläge in Regen über. Die zweite Monatshälfte begann mit kurzzeitigem Hochdruckwetter und daher trockenen Tagen, ehe zum Monatsende wieder Niederschläge – auch dieses Mal überwiegend als Schnee – aufkamen. Am 29. wurden 6 cm verzeichnet.

So zählt der Januar 2026 insgesamt 12 Schneedeckentage. Auch wenn mit 8 cm nicht so viel Schnee lag wie im Februar 2025 (damals rund 25 cm) – so viele Schneedeckentage wurden zuletzt in den Wintermonaten des Jahres 2010 registriert.

-9,2 °C: Kälteste Nacht seit fast 5 Jahren

In der Nacht auf Sonntag (11.01.) gingen die Temperaturen über der dünnen Schneedecke mit Einfluss arktischer Luftmassen aus Nordosten so tief zurück wie zuletzt im Februar 2021. In Bocholt wurden in den Frühstunden Tiefstwerte von -9,2 °C in 2 m Höhe und -12,3 °C in 5 cm über der 3 cm hohen Schneedecke gemessen.