Der Januar 2026 brachte deutschlandweit – so auch unserer Region – überwiegend Winterwetter. Insgesamt gesehen lag der Monat aber im normalen Bereich klimatologischer Schwankungen. Von einem außergewöhnlichen Wintermonat kann in unserer Region keine Rede sein.
Die Monatsmitteltemperatur lag mit 2,1 °C zwar um 1,1 K unter dem langjährigen Mittelwert 1991-2020 (3,2 °C), aber exakt auf dem Niveau des Mittels 1961-1990. Vor diesem Hintergrund ist der Januar eher als durchschnittlich denn als besonders kalt einzuordnen, zumal vergleichbare Temperaturverläufe in früheren Jahrzehnten in unserer Region durchaus typisch waren. Die Temperaturkurve verlief über weite Strecken leicht, am 10./11. kurzzeitig deutlich unter dem langjährigen Mittel. Um die Monatsmitte trat eine kurze sehr milde Phase auf.
Nach einer kurzen milden Phase zum Jahreswechsel setzte sich in den ersten Januartagen wieder eine mäßig kalte Luftmasse durch, sodass es zu leichten Frösten kam. Deutlich kältere arktische Luftmassen wurden dann am 10./11. Januar herangeführt. In der Nacht auf den 11. sank das Thermometer rasch in den deutlichen Minusbereich, in den Frühstunden wurden -9,2 °C registriert. So schnell wie die Kaltluft kam, wurde sie ab dem 12. wieder ausgeräumt, und am 13. wurden zweistellige Plusgrade gemessen. Diese milde Phase fand am 17. mit 11,9 °C ihren Höhepunkt. Ab dem 18. gingen die Werte wieder zurück auf ein zunächst etwa durchschnittliches, ab dem 24. leicht unterdurchschnittliches Niveau.
Es wurden ein Eistag (Mittel 1991-2020: 3), 19 Frosttage (Mittel: 12) und 25 Bodenfrosttage registriert.

Die Niederschlagssumme betrug 65,2 mm und damit rund 90 % des langjährigen Mittelwerts 1991-2020 (72,9 mm). Der Januar ist damit als in etwa durchschnittlich nass einzuordnen. Außergewöhnlich war, dass auch in unserer Region diesmal ein Großteil der Niederschlags als Schneeregen oder Schnee fiel – und über längere Zeit eine Schneedecke lag.
So fielen vom 2. bis zum 11. Januar die Niederschläge überwiegen in der festen Form – meist als Schnee. Vom 2. bis zum 12. lag – mit Ausnahme des 9. – eine Schneedecke, am 7. und 8. Januar bis zu 8 cm. Mit der Milderung ab dem 12. gingen die Niederschläge in Regen über. Die zweite Monatshälfte begann mit kurzzeitigem Hochdruckwetter und daher trockenen Tagen, ehe zum Monatsende wieder Niederschläge – auch dieses Mal überwiegend als Schnee – aufkamen. Am 29. wurden 6 cm verzeichnet.
So zählt der Januar 2026 insgesamt 12 Schneedeckentage. Auch wenn mit 8 cm nicht so viel Schnee lag wie im Februar 2025 (damals rund 25 cm) – so viele Schneedeckentage wurden zuletzt in den Wintermonaten des Jahres 2010 registriert.
