35,2 °C: Juni-Rekord knapp verfehlt

Nach einem rasanten Temperaturanstieg geht der heutige Dienstag als einer der heißesten Juni-Tage in die Statistik der Bocholter Klimaaufzeichnungen ein: Mit einem Tageshöchstwert von 35,2 °C, gemessen in offizieller Klimahütte in 2 m Höhe, wurde der Juni-Rekord aus dem Jahre 1947 (35,7 °C am 27.06.1947) um 0,5 K verfehlt.

Umso extremer der rasante Hitzeeinbruch: Noch am vergangenen Samstag (25.) lag die Temperatur in den Mittagsstunden bei 13 Grad – das Tagesmaximum (8 bis 20 Uhr) erreichte lediglich 15,1 Grad. Das macht bezogen auf das Tagesmaximum ein Plus von rund 20 Grad innerhalb von nur drei Tagen!

Erste Hitzewelle zu Wochenbeginn

201106-01Nachdem bereits am 28. Mai mit 29,8 °C und 4. Juni mit 29,6 °C die 30-°C-Schwelle zum klimatologischen „heißen Tag“ jeweils knapp verfehlt wurde, startet zu Wochenbeginn ein neuer Anlauf: Bereits am Sonntag (26.) erwarten uns 25-26 °C und damit rund zehn Grad mehr als am Vortag. Für Montag (27.) wird ein Tageshöchstwert von 31-32 °C, für Dienstag (28.) gar 33-34 °C prognostiziert.

Doch so schnell wie die Hitzewelle kommt, so schnell wird sie auch wieder vorübergehen: In der Nacht zu Mittwoch (29.) sind kräftige Gewitter möglich, am Mittwoch selber werden nach jetzigem Stand nur noch rund 20 °C erreicht.

Bocholter Stadtfest: Wetter unbeständig

Am morgigen Donnerstag (16.) beginnt das Bocholter Stadtfest. Die Wetteraussichten sind nicht allzu schlecht, könnten aber besser sein. So erwarten uns am Donnerstag bereits ab den Frühstunden Schauer und Gewitter. Der Freitag (17.) bringt dann längere sonnige Abschnitte und das Schauerrisiko bleibt gering, maximale 21 °C. Am Samstag (18.) zieht ein Tief heran und sorgt für auffrischenden Wind; bei Tageshöchsttemperaturen um 18/19 °C bilden sich tagsüber zahlreiche Schauer. Auch am Sonntag bleibt das Schauerrisko nach derzeitigem Stand hoch.

Weiterhin enormes Niederschlagsdefizit

Mit den jüngsten Regenfällen hat sich die massive Trockenheit nur oberflächlich etwas entschärft. Seit Monatsbeginn fielen in Bocholt zwar 26,2 L/m², doch das ist noch zu wenig, um die Trockenheit nachhaltig zu beenden. Die gesamte Niederschlagshöhe seit 1. März beträgt lediglich 95,8 L/m² – im langjährigen Mittel fällt in diesem Zeitraum mehr als das Doppelte.